
Ursula Ringes-Schages

Yuliia Bababukha

Violina Petrychenko
Konzertpianistin
Botschafterin der ukrainischen Musik


„Perlen der Ukraine“ mit Violina Petrychenko, Klavier
Die ukrainische Pianistin Violina Petrychenko, geboren in Saporischschja in eine Musikerfamilie, studierte in Kyjiw, Weimar, Köln und Essen und wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Sie lebt in Köln und ist zugleich Solistin der Lemberger Philharmonie. Als Solistin und Kammermusikerin konzertiert sie regelmäßig in Europa und in der Ukraine und gastiert auf bedeutenden Festivals.
Neben ihrer Konzerttätigkeit engagiert sich Violina als künstlerische Leiterin und Gründerin des Festivals „Sounds of Ukraine“ in Köln, das sie 2023 ins Leben rief. Dieses Festival widmet sich der Vielfalt ukrainischer Musik und bringt sie in einem internationalen Dialog auf die Bühnen Europas. Derzeit ist Violina Petrychenko Solistin der Lemberger Philharmonie und weltweit als Konzertpianistin unterwegs.
Ihre international anerkannte Karriere führte Violina von den Konservatorien in Kyjiw und Weimar zu bedeutenden europäischen Bühnen – darunter die Berliner Philharmonie sowie die Philharmonien von Luxemburg, Freiburg, Karlsruhe, Warschau, Kattowitz und Stettin.
Ihre musikalische Exzellenz wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter das Präsidentenstipendium der Ukraine, Förderungen der Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung, der Neuen Liszt Stiftung Weimar, der Anna Ruths Stiftung sowie der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar.
Seit 2025 leitet sie in Lwiw die neue Konzertreihe „Barvinsky Salon“, die der Wiederentdeckung und Popularisierung der Musik von Vasyl Barvinsky gewidmet ist.
Seit Beginn des Krieges hat Violina Petrychenko ihre Bemühungen noch einmal verstärkt. Ihr Ziel ist es, die Vielfalt der ukrainischen Musik zu zeigen und ihr das Recht zu geben, gespielt und gehört zu werden. Wie der Musikkritiker Michael Zerban (O-Ton) schrieb: „Sie tritt nicht nur für sich, sondern für ihr Land auf – hier geht es um Gesellschaft und Freiheit.“ In jedem ihrer Konzerte erklingt seither mindestens ein Werk eines ukrainischen Komponisten – als Zeichen des Widerstands, der Erinnerung und der kulturellen Selbstbehauptung.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt auf der Wiederentdeckung und Pflege ukrainischer Musik. Acht CD-Einspielungen – vielfach mit Weltersteinspielungen – dokumentieren ihr Engagement und erhielten einhelliges Lob der Fachpresse. Als künstlerische Leiterin des Festivals Sounds of Ukraine bringt sie das musikalische Erbe ihrer Heimat mit Leidenschaft und Ausdruckskraft einem internationalen Publikum nahe.
Ein zentrales Feld ihres Schaffens ist die Kammermusik. Violina wirkt in mehreren Ensembles – vom Duo bis zum Sextett – und verbindet in ihren Programmen klassisches Repertoire mit selten gespielten ukrainischen Werken. Mit ihrem Quintett „Las Damas“ widmet sie sich zudem den leidenschaftlichen Klängen von Astor Piazzolla und der Musik des 20. Jahrhunderts.



